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Abenteuerreise: Mit Fahrrad und Hängematte durch den Schwarzwald

by Chillprofi
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Der Schwarzwald ist das höchste Mittelgebirge Deutschlands. Die Mischung aus hohen Bergen, Hügeln, grünen Wiesen und Wäldern machen dieses Fleckchen Erde pittoresk und für Urlauber beliebt. Der Schwarzwald punktet mit gut ausgebauten Fahrradstrecken, auf denen sich die Natur ganz individuell entdecken lässt. Dank der unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen und damit verbundenen Reisevorbereitungen der Radtour ist hier für jeden Radliebhaber das Passende dabei.

Die besten Radwanderwege des Schwarzwalds

Der Schwarzwald wartet mit einer Vielzahl unterschiedlicher Radwege auf. Hier haben wir eine Top 6 mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen gesammelt.

Südschwarzwald-Rundweg

Auf 240 km durchfährt man beim Südschwarzwald-Rundweg Berge, Wälder, Moore und Wiesen. Der Weg ist überwiegend asphaltiert, fast verkehrsfrei und durch die wenigen Anstiege auch für ungeübte Fahrer geeignet. Von Hinterzarten geht es über Wutach nach Basel und schließlich am Rhein entlang vom Himmelreich ins Höllental.

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Badischer Weinradweg

Der Badische Weinradweg führt über 460 km von Grenzach nach Laudenbach an über 300 Weinbaubetrieben vorbei. Winzerhöfe bieten gemütliche Übernachtungsmöglichkeiten an.

Schwarzwald-Radweg Karlsruhe-Lörrach

Die 375 km lange Strecke durchquert den Schwarzwald von Nord nach Süd. Insgesamt sind 7.200 Höhenmeter zu überwinden. Für Rennräder ist die Strecke nicht geeignet. Die Strecke besteht aus Forstwegen und Radwegen und ist vollständig beschildert.

Schwarzwälder Höhenradwege

Beide Radwege sind anspruchsvoll und nur für geübte Fahrer mit guter Kondition zu empfehlen. Sie verlaufen von Pforzheim nach Freudenstadt und eignen sich somit auch als Rundtour. Auf 190 km sind in einem stetigen Auf und Ab 2.000 Höhenmeter zu bewältigen. Der schöne Ausblick belohnt für die Anstrengung.

4-Seen-Radweg

Die idyllische Strecke für auf 66 km durch die schwarzwaldtypische Landschaft. Als Ausflugsziele eignen sich die Städte des Dreiländerecks. Die Steigung beträgt 749 Höhenmeter. Vom Bahnhof Seebrugg geht es über Altglashütten und Hinterzarten zum Titisee und letztlich zum Schluchensee.

Murgtalweg „Tour de Murg“

Dieser Radwanderweg hat eine Länge von 60 km und führt von Baiersbronn durch das Murgtal bis Rastatt. Einige Streckenabschnitte enthalten steile Abfahrten und sind entsprechend ausgeschildert. Die Rückfahrt ist mit der Bahn möglich.


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Gut geplant ist halb gewonnen

Bei einem Fahrradurlaub kommt es auf die richtige Planung an. Mit diesen nützlichen Tipps kann nichts mehr schiefgehen.

  1. Ausgewiesene Wege nutzen. Wer sich nur ungern selbst auf Fahrradkarten orientiert, sollte am besten ausgewiesene Wege nutzen. Diese sind im Schwarzwald gut gekennzeichnet.
  2. Steigungen einplanen. Im Schwarzwald gibt es einige Strecken, auf denen es etliche Höhenmeter zurückzulegen gilt. Dies sollte bei der Kilometerplanung berücksichtigt werden.
  3. Ziele als Motivation nutzen. Eine lange Fahrt ohne Highlight dient häufig nur als sportliche Herausforderung und kann auf Dauer eintönig werden. Es bietet sich darum an, die Strecke um Sehenswürdigkeiten herumzulegen.
  4. Ruhepausen einplanen. Insbesondere eher ungeübte Radfahrer sollten sich während ihres Trips auch Gelegenheiten zur Regeneration gönnen. Ein Tag mit nur sehr wenigen Kilometern oder sogar ein Tag Pause können wahre Wunder bewirken.
  5. Unterkünfte vorab buchen. Wer seine Unterkunft im Voraus bucht, kommt nicht in die Verlegenheit, vor ausgebuchten Hotels zu stehen. Ein Zelten im Freien ist im Schwarzwald ebenfalls an vielen Stellen möglich.
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Gepäck – Was muss mit und wie wird es verstaut?

Bei einer mehrtägigen Fahrradtour sollte das Gepäck bewusst ausgewählt sein. Da hier schnell einige Kilo zusammenkommen können, ist es ratsam, die Utensilien nicht nur auf dem Rücken zu tragen, sondern auf das gesamte Fahrrad zu verteilen. Auch die Organisation der einzelnen Taschen ist wichtig, um nicht ständig nach einzelnen Dingen suchen zu müssen.

Welche Taschen sind zu empfehlen?

Bei einer längeren Tour mit dem Rad kann die Ausrüstung auf die folgenden Taschen verteilt werden:

  • Rucksack
  • Hinter- und Vorderradtaschen
  • Rahmentasche
  • Lenkertasche
  • ggf. gefederter Anhänger

Achtung: Beim Packen darf das zulässige Gesamtgewicht des Fahrrads nicht überschritten werden. Dieses ist in der Bedienungsanleitung hinterlegt. Dort findet sich auch die maximal zulässige Belastung des Gepäckträgers (meist zwischen 20 und 40 kg). Zusätzlich zum Hinterradgepäckträger kann ein sogenannter Lowrider, also ein Vorderradgepäckträger montiert werden. So kann nicht nur mehr Gepäck transportiert, sondern dieses auch besser über das gesamte Fahrrad verteilt werden.

Die Taschen sollten wasserdicht sein. Für Wertgegenstände wie das Smartphone und den Geldbeutel empfiehlt es sich, wasserdichte Schutzhüllen zu verwenden. Kleine Packwürfel oder Flachtaschen sorgen in den einzelnen Taschen zusätzlich für Ordnung.

Was muss mit?

Da das Gepäck auf der gesamten Fahrradreise mit Muskelkraft transportiert werden muss, lohnt es sich, mit einem minimalistischen Packstil auf unnötige Kilos zu verzichten. Einige Dinge dürfen jedoch auf keinen Fall fehlen.

  • Kleidung: Neben Fahrradhelm und -handschuhen sind auch Funktionskleidung wie Regenjacke und -hose nötig. Eine Fleecejacke schützt auch bei kühlem Fahrtwind.
  • Hygiene: In diese Kategorie fallen neben dem üblichen Kulturbeutel auch Insektenschutz, ein Reisehandtuch und eine Wäscheleine mit Klammern.
  • Sonnenschutz: Auch im Herbst und im Frühling kann die Sonne der Haut während langer Fahrradtouren erheblichen Schaden zufügen. Um das zu vermeiden, eignen sich Sonnencreme, eine Sonnenbrille und UV-Kleidung.
  • Reiseapotheke: Neben einem Erste-Hilfe-Kit sollten auch eine Signalleuchte, eine Trillerpfeife und eine Pinzette zur Entfernung von Zecken mitgeführt werden.
  • Navigation: Auch wenn das Smartphone die meisten Wege kennt, hilft im Falle eines Funklochs eine klassische Wanderkarte weiter. Nachts kann eine Stirnleuchte nützlich sein.
  • Fahrradutensilien: Mit Werkzeugen und Reparatur-Equipment sollte es möglich sein, kleinere Reparaturen, wie etwa einen platten Reifen, selbst durchführen zu können.
  • Übernachtung: Wer im Freien übernachten möchte, benötigt ein Zelt mit Zubehör und einen Schlafsack mit einem Schutzsack und/oder eine Hängematte
  • Verpflegung: Eine unkomplizierte Selbstversorgung lässt sich mit einem Campingkocher, Reisebesteck und -geschirr, einem Taschenmesser und einer Trinkflasche gewährleisten. Auch Müllbeutel, Toilettenpapier und Taschentücher sollten nicht vergessen werden.

Übrigens: Wer ohne großes Gepäck entspannt von Hotel zu Hotel fahren möchte, kann seine Taschen auch aufgeben. Unternehmen transportieren diese gegen eine Gebühr zur nächsten Unterkunft. Die meisten Anbieter verlangen bereits im Vorfeld eine genaue Route, sodass spontane Änderungen in diesem Fall oft nicht möglich sind.


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Wie lässt sich das Gepäck am besten verstauen?

Schwere Dinge oder Utensilien, die selten benötigt werden, sollten ganz unten und möglichst in der Mitte der Tasche gelagert werden. Vorder- und Hinterradtaschen sollten auf beiden Seiten ungefähr gleich schwer sein.

Häufig benötigtes Gepäck, wie eine Regenjacke, sollte gut zugänglich obenauf liegen. Papiere und Geld können gut in der Lenkertasche verstaut werden. Um Einkäufe mitnehmen zu können, sollten die Taschen nicht voll beladen werden.

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