Die Geschichte der Hängematte – von den Ursprüngen bis zum heutigen Tage

Die Ursprünge der Hängematte gehen zurück auf den mittel- und südamerikanischen Raum. Heutzutage nimmt man an, dass die Mayas die Hängematte etwa im Jahr 1000 nach Christus erfunden haben. Allgemein bekannt ist die Kultur der Mayas für ihre fortschrittlichen wissenschaftlichen und architektonischen Erkenntnisse. Hierbei erscheint es beinahe etwas banal, dass auch ein Gegenstand der Entspannung und Zerstreuung von ihnen erfunden ist. Bis zum heutigen Tage findet die Netzhängematte in weiten Teilen Mittelamerikas Anwendung.

Ursprünglich leitet sich der Name „Hängematte“ aus dem indianischen Sprachgebrauch ab und kann mit „geworfenes Fischernetz“ übersetzt werden. Zu Beginn hatte dieser Gegenstand somit eine Doppelfunktion. Er half dem indianischen Volk bei der Ausübung des Fischfangs und schützte diese während des Schlafens zudem vor Schlangen und anderen gefährlichen Bodentieren.
Bereits damals spannte man diese Fischernetze zwischen zwei Bäumen und legte sich zum Ruhen obenauf. Der angenehme Effekt des Schaukelns wurde als sehr beruhigend empfunden und so erfreute sich die Hängematte schnell – auch außerhalb der indianischen Stämme – großer Beliebtheit. So wurde es bereits kurze Zeit nach seiner Erfindung von Seeleuten genutzt, die Segeltücher – aufgehängt an jedem Ende – als Schlafmöglichkeit nutzten. Dieses Prinzip wurde von vielen Seeleuten und Bediensteten der Marine übernommen. Auf diesem Wege fand die Hängematte im Laufe der Jahre den Weg nach Europa.

Heutzutage bestehen moderne Hängematten aus robuster und pflegeleichter Baumwolle. In manchen Fällen wird auch Nylon verarbeitet. Dieses Material kommt jedoch in der Regel nur bei günstigen Hängematten zum Einsatz.
Noch vor einigen hundert Jahren jedoch setzte man hierfür vor allem Sisal an. Dieser Stoff, der aus der Sisalpflanze gewonnen wurde, war weich und zugleich reißfest. Zudem war die Sisalpflanze weit verbreitet. Somit war die Herstellung einer Hängematte kostengünstig und auch von einfachen Arbeitern selbst leicht herzustellen.

Noch im 19. Jahrhundert war die Hängematte in weiten Teilen Nordamerikas unbekannt. Die ersten Modelle waren schmale Stabhängematten, die keine allzu hohen Ansprüche an Komfort und Bequemlichkeit gestatteten. Erst durch eine Verbreiterung der Liegefläche wurde sie für viele Menschen interessant. Schnell wurden Hängematten in britischen Gefängnissen als Schlafmöglichkeiten eingesetzt. Diese wurden mithilfe von Messingringen in den Zellen der Gefangenen befestigt. Von dieser Praxis kam man jedoch schnell wieder ab, da diese Messingringe von den Insassen oftmals als Waffe gegen die Wärter verwendet wurden.

In den heutigen Tagen erfreuen sich Hängematte überall auf der Welt großer Bekanntheit und Beliebtheit. Man schätzt, dass inzwischen mehr als 100 Millionen Menschen weltweit regelmäßig eine Hängematte als Schlaf- oder Ruhemöglichkeit nutzen. In vielen Regionen der Welt sind Hängematten ein fester Bestandteil der Wohnkultur geworden. Bis zum heutigen Tage ist eine Hängematte bei Expeditionen eine beliebte und Platz sparende Möglichkeit, sich während des Schlafens vor feuchtem Boden und Schlangen zu schützen


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